Tübinger Motette

Jeden Samstag um 20 Uhr findet in der Stiftskirche die Motette als ‘Geistliche Musik in liturgischer Form’ statt. In der Motette erklingen hochklassige Chor-, Orgel- und Instrumentalmusik unterschiedlicher Stile. Psalm, Schriftlesung, Gebet sowie ein Gemeindelied sind feste Elemente dieses musikalischen Abendgottesdiensts.

Eintritt frei, Spende erbeten.

 

Nähere Informationen finden Sie in der Konzertankündigung.

 

Programm u.a.:

Patrick Hawes (*1958) – Song of Songs

Die Sammlung von Liebeslyrik, die das Hohelied der Liebe im Alten Testament darstellt, hat für Gelehrte immer ein Rätsel dargestellt. Das orthodoxe Verständnis seiner Anwesenheit im Schriftenkanon beruhte auf der weitverbreiteten Verwendung der Vorstellung Gottes als Gemahl Israels in den Schriften der Propheten.

Für die christliche mystische Tradition verlieh das Gespräch zwischen Liebenden und Geliebten der Beziehung der Seele zu Christus eine Stimme. Bernard von Clairvaux hielt über 50 Predigten über das Hohelied! Jesus bezeichnete sich selbst als „den Bräutigam” was dieser Lesart Autorität verlieh. Manche sahen Maria, die Mutter Jesu, in den Verweisen auf den „Raum, in dem meine Mutter mich empfing”.

Die Beziehung zwischen romantischer und erotischer Liebe zur Spiritualität ist das Thema dieser Lieder. Sie drücken Verlangen, Hoffnung, Verwirrung und Freude aus: die ganze Bandbreite der Gefühle, die Liebende erfahren – aber es gibt am Ende keine Erfüllung. Die Metaphern von Weinstock, Wein, Garten und Brunnen, die auf die Sprache der christlichen Spiritualität hindeuten. Sie versehen diese christliche Spiritualität mit einer Sprache der Liebe, die gleichzeitig sinnlich und spirituell ist, himmlisch und irdisch zugleich. Der Text für diese Lieder hält sich an den Bibeltext, aber dichterische Freiheit hat eine erzählerische Struktur und die Entwicklung einiger Metaphern hinzugefügt. Der Ruf der Liebenden nach dem Geliebten, die Schärfung der Sinne durch üppigen Duft und Geschmack, das Bild des Feuers bilden eine reichhaltige Grundlage für eine bestimmte Art der Musik – Musik, die sicherlich aus unserer Zeit geboren ist, die aber auch auf der Zeitlosigkeit von Tonalität, Konsonanz und Ausgewogenheit beruht.

Patrick Hawes

Aus dem Englischen übersetzt von Wiebke Hafermann

Zurück aus der Generalpause

Wir singen wieder! In kleinen Gruppen, mit ungewöhnlich viel Abstand und viel Frischluft. Trotz Einschränkungen haben wir Live-Chorklang nie mehr zu schätzen gewusst – und können es kaum erwarten, wieder für unser Publikum zu singen.

Mit Franz Schuberts Winterreise begeben wir uns in die kältere Jahreszeit und nehmen Sie gerne mit: bei unseren Konzerten am 25. Oktober 2020 in der Stadtkirche Schorndorf.

Aus den strengen Corona-Regeln für Chöre hat Stefan Weible ein künstlerisches Konzept gemacht. Da wir nur in kleinen Gruppen proben können, hat er die Singakademie Stuttgart in drei Chöre aufgeteilt, die im Wechsel von den Emporen und dem Altarraum aus singen. Ein vielversprechendes Experiment!

Bei unseren Konzerten werden die Hygiemaßnahmen der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg umgesetzt. Näheres dazu lesen Sie hier in Kürze.

Wir freuen uns auf Sie!

Passionskonzert in Tuttlingen

Werke von Johann Bach, Agostiono Steffani, Josef Rheinberger und Louis Spohr erklingen an Karfreitag in der wunderschönen Tuttlinger Stadtkirche.

Nach einem wunderbaren Konzertabend in St. Elisabeth wird die Singakademie Stuttgart mit dem Orchester der Singakademie Stuttgart und Solisten in Tuttlingen noch einmal das Passionsprogramm “Unser Leben ist ein Schatten” aufführen.

Passion. Unser Leben ist ein Schatten.

Friedenskirche Passion

Unser erstes Konzert in diesem Jahr und wir freuen uns sehr darauf.

Das Passionskonzert am 7. April 2019 um 17 Uhr in St. Elisabeth mit der Singakademie Stuttgart, dem Orchester der Singakademie Stuttgart und Werken von Johann Bach, Agostiono Steffani, Josef Rheinberger und Louis Spohr unter der Leitung von Stefan Weible, ist das Auftaktkonzert in unserem Jubiläumsjahr 2019. Die Singakademie Stuttgart ist 10 Jahre alt!

Herzliche Einladung.

Friedenskirche Passion
Foto: Simon Holstein © 2018

Himmlisch!

… stimmungsvoll und leuchtend war unser Konzert am gestrigen 2. Adventssonntag in der gut besuchten Stuttgarter Kirche St. Elisabeth.

Foto: Christoph Arnold (c) 2018

Danke an alle unsere treuen und neuen Konzertbesucher.

Himmlisch? Stimmungsvoll. Leuchtend.

Die Werke spannen ein weites Gefühlsspektrum zwischen leiser Andacht und ausgelassener Hoffnung. Wie der Advent, in dem sich Bekanntes und Neues vermischt, hüllen sie Weihnachtslieder in neuen Klang. So lässt Jan Sandströms „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ das winterliche Nordlicht am arktischen Himmel Schwedens erscheinen. Wolfram Buchenbergs „O Freude über Freude“ erzählt in bayrisch-schwäbischer Manier von erwartungsvollem Glück – und erinnert dabei an den weihnachtlichen Zauber, den wir als Kinder verspürten. Doch nicht alles ist rosig in der Vorweihnachtszeit. Rolf Rudins „Dona nobis pacem“ bricht mit verklärter Adventsidylle und fragt in provozierender Zehnstimmigkeit nach Erbarmen in einer Welt, in der die Menschen nicht zum Frieden fähig sind. Freuen Sie sich auf selten aufgeführte Werke und einen anspruchsvollen Konzertabend, der einen besonderen Akzent auf komplexe Vielstimmigkeit setzt und den Advent zum Leuchten bringt.

Herzliche Einladung zu unseren Adventskonzerten in Tübingen und Stuttgart.

 

Mitwirkende
Geige: Rebecca Creuzberger
Orgel: Joachim Priesner

Singakademie Stuttgart
Leitung: Stefan Weible

Dona nobis pacem – Uraufführung in der Ludwigsburger Friedenskirche

Am 14.10.2018 hat die Singakademie Stuttgart in Anwesenheit des Komponisten Rolf Rudin, dessen „Dona nobis pacem” uraufgeführt.

Foto: Simon Holstein © 2018

Rolf Rudin schrieb dazu an Stefan Weible: “Ganz herzlichen Dank für das wunderbare Konzert gestern Abend mit der UA von „Dona nobis pacem”, …. das Stück hat einen guten Start ins Leben bekommen und wird sich bei Euch allen ((Singakademie Stuttgart)) noch schön weiterentwickeln – da bin ich mir sicher … ja, und dann zuvor noch die wunderbar fließende und ausdrucksstarke und lebendige Interpretation meiner „Sternseherin” !!! Mehr kann man sich doch als „Lebender” nicht wünschen!…”

Foto: Simon Holstein © 2018

Am Sonntag, den 21. Oktober 2018 um 19 Uhr können Sie das „Dona nobis pacem” und „Die Sternseherin” u.a. in der Stadtkirche Schorndorf nochmals hören – herzliche Einladung!

Dona nobis pacem

Dona nobis pacem – ein altes Stück – vor über 30 Jahren geschrieben – der Text – das Anliegen – nach wie vor aktuell – eigentlich schon immer – seit es Menschen gibt – jahrhundertelang – jahrtausendelang – die Bitte um Frieden – immer aktuell – weil wir Menschen es irgendwie nicht schaffen – den Frieden …
Die Komposition – damals ohne Auftrag und ohne einen konkreten Aufführungsanlass geschrieben – nur aus eigenem inneren Antrieb – steht unaufgeführt in meinem Werkverzeichnis. Unbeachtet – im Laufe der Jahre des permanenten Weiter-Arbeitens überlagern, ja überschatten neue, andere Projekte das Zurückliegende. Bis ein Dirigent drauf stößt und sich dafür interessiert – nachfragt. So kommt es zum sehr verspäteten Uraufführungsplan. Nun sind – die Partitur von 1986 ist Manuskript – Noten zu setzen, im Computer ein Layout zu erstellen. Davor und dabei kreist das Stück in meinem Kopf – ich erlebe es nochmal und „aktualisiere“ – verändere leicht – revidiere. Nicht nur editorisch, auch in das Musikalische wird eingegriffen, obwohl das Stück im Formalen, im Großen und Ganzen aber nicht angetastet wird – sonst könnte ich ja gleich ein neues Stück schreiben. Das alte Stück soll aber letztlich so erklingen, wie es damals entstanden ist.

Rolf Rudin, im Juli 2018

Rolf Rudin (Bild: Rainer Habermann)  – www.rudin.de

Nähere Informationen finden Sie in der Konzertankündigung.

Nacht-, Mond- und Sternengesänge

Zum 10jährigen Jubiläum des Baubeschlusses der Stadtbibliothek Stuttgart ein Wandelkonzert mit der Singakademie Stuttgart.

Wandeln Sie mit der Singakademie Stuttgart durch die Stadtbibliothek und lauschen Sie hautnah den A-cappella-Werken u.a. von Robert Schumann und Clytus Gottwald, Camille Saint-Saëns, Ērik Ešenvalds, Rolf Rudin und Hans Schanderl.

Die 50 Sängerinnen und Sänger ziehen durch die Bibliothek – von Raum zu Raum und erzeugen dabei einen vielstimmigen Klang, der sowohl auf die unterschiedlichen Raumkonstellationen als auch das Können jedes Einzelnen abgestimmt ist.

22.9.2018, 18 Uhr, Stadtbibliothek Stuttgart.
Der Eintritt ist frei.

Nähere Informationen finden Sie hier.